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Functional Fitness für Paraplegiker*innen

Die sensorgestützte Trainingsapp für Menschen mit Querschnittlähmung.

ParaGym ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unter dem Projektnamen "FIT-IN3" gefördertes Verbundprojekt im Rahmen der Förderinitiative „KMU-innovativ“. Hier adressiert es das Themenfeld Gesundes Leben des Technologiebereichs Mensch-Technik-Interaktion und dort den Unterbereich Präventive Technologien.  


Durch eine Zusammenarbeit des Unternehmens Kernwerk® (Kernwerk GmbH) mit der Deutschen Sporthochschule Köln, dem Fraunhofer IAIS und der ITP GmbH soll ein virtueller Fitnesscoach entwickelt werden. Dieser soll, unterstützt durch Sensorik am Körper, ein umfassendes Trainingsangebot speziell für Menschen mit einer Querschnittlähmung (Paraplegie) darstellen.

ParaGym ist im September 2020 gestartet und läuft noch bis Februar 2023. Wir stehen damit noch am Anfang der App-Entwicklung und zählen hierbei auf eure Unterstützung!

Alle Menschen sollten am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Wir haben uns dem Aspekt Sport und Gesundheit verschrieben und streben im Rahmen unseres Projektes an, Paraplegiker*innen den Zugang zu optimalem Training mit modernen Mitteln zu ermöglichen

Grundlagen und Aufklärung

Daten zur Paraplegie

Paraplegie wird auch als Querschnittlähmung bezeichnet. Sie stellt jedes Jahr zahlreiche neue Betroffene vor große Herausforderungen. Wir möchten mit ParaGym nicht nur zur Lösung der Probleme im Training beitragen, sondern auch helfen, diese Problematik bekannter zu machen. Aus diesem Grund haben wir folgend die vier wichtigsten Kennzahlen zusammen gestellt.

Offizieller Projekt-Flyer

In unserem Projektflyer haben wir dir die wichtigsten Informationen dieser Website zum Download als PDF zusammengefasst. Alternativ kannst du gerne diese Website mit Freunden und Bekannten Teilen.

Sicherheitshinweise zum Training

Die ParaGym App befindet sich noch in der Entwicklung. Für die Teilnehmenden der Entwicklungsstudien haben wir unter dem folgenden Button eine PDF-Datei mit  Sicherheitshinweisen zum Training hinterlegt.

Das Prinzip "Limitless Fitness"

Wir streben nach universeller Fitness ohne Grenzen. Erst recht im Rollstuhl.

Die Teilhabe an Sport-Angeboten ist für Rollstuhlfahrende häufig mit zahlreichen Herausforderungen verbunden: mangelnde Barrierefreiheit von Sportstätten, zu große Entfernung zu passenden Angeboten oder unzureichendes Fachwissen im Bereich Sport mit Querschnittlähmung seitens der Anbietenden. Letzteres steht zudem in Verbindung mit der Sorge, beim Training etwas falsch zu machen und den Zustand zu verschlechtern. 


⇢ Wir möchten das ändern: Was hindert euch daran, Sport zu treiben? Schreibt uns eine E-Mail über unser Kontaktformular.


Mit Kernwerk® steht deinem eigenständigen funktionellen Training nichts mehr im Weg. Die Kernwerk®-App und die integrierte KI werden um die gesundheitlichen Aspekte der Paraplegie erweitert. Ein Team aus Trainer*innen und Sportwissenschaftler*innen erstellt für jeden Tag ein neues Daily Workout, mit welchem du deinen Trainingszielen immer ein Stück näherkommst. Durch deine individuellen Einstellungen und die intelligente Kernwerk® KI wird das Workout für dich und dein Anforderungsprofil sowie dein Lähmungsmuster personalisiert. 


⇢ Du möchtest mehr über das Kernwerk®-Training wissen? Besuche die offizielle Kernwerk | Limitless Fitness Website.


Bisher gab es keine speziell für Paraplegiker*innen entwickelte Fitness-Tracker. Auch dies soll sich nun ändern. Gemeinsam mit der ITP GmbH wird ein Sensorshirt entwickelt, welches Eure Vital- und Bewegungsparameter misst und sie an das Smartphone übermittelt, damit Euer Trainingserlebnis noch intensiver wird. Anhand der Bewegungsparameter sollen Hinweise zur Bewegungsausführung gegeben werden, welches das Training noch sicherer gestaltet.


Der Zweck funktionaler Fitness

Körperliche Fitness ist insbesondere für Rollstuhlfahrende von essenzieller Bedeutung...

... denn sie ist die Voraussetzung für eine ausgeprägte Mobilität und somit Selbstständigkeit im Alltag. Zudem wirkt regelmäßiges sportliches Training vorbeugend und mindernd auf eine Vielzahl typischer Folgeerkrankungen und Komplikationen einer Querschnittlähmung. Nachweislich kann Sport positive Auswirkungen auf die Spastik, Schmerzen sowie Depressionen haben.

Newsfeed

Meilensteine bisher.

Feb.

2022

•Nun ist es offiziell: Wir sind Aussteller auf der diesjährigen REHAB-Messe vom 23. bis  25. Juni 2022 in Karlsruhe! Und das Beste ist: ihr könnt kostenlos dabei sein! Wir verfügen über ein kleines Ticketkontingent, mit dem wir euch gerne einladen möchten. Schreibt uns einfach eine E-Mail und ihr bekommt einen Gutscheincode zugeschickt – nur solange der Vorrat reicht. Wir freuen uns auf einen spannenden Austausch mit euch! Hier geht es zu unserem Ausstellerprofil: https://ausstellerverzeichnis.rehab-karlsruhe.com/vis/v1/de/exhibitors/rehab22.75284?oid=133&lang=1


Jan.

2022

Der Übungskatalog ist nun digitalisiert. Als Nächstes werden die Filter, die der Individualisierung des Trainings dienen, eingestellt.


Die Entwicklung des Sensorshirt schreitet weiter voran. Durch das verwendete Gurtsystem in den Workshops konnten einige Erfahrungen gesammelt werden, die zur Optimierung des Sensorshirts beitragen. Wir rechnen damit, Ende März den ersten Prototypen in den Händen halten zu können


Als offizielle Kooperationspartner des Projekts und unsere „Stimme aus der Praxis“ dürfen wir euch das Klinikum Bayreuth, die BG Klinik Tübingen, das Neurologische interdisziplinäre Behandlungszentrum (NiB) und Dirk Lösel – Fit im Rollstuhl vorstellen. Wir freuen uns auf eine bereichernde Zusammenarbeit!


Dez.

2021

Das Admin Panel von Kernwerk ist fertig! Nun können die Übungen eingepflegt werden 🚀


In der aktuellen Ausgabe des KURIER, der Hochschulzeitung der Deutschen Sporthochschule Köln, findet ihr einen spannenden Artikel über das ParaGym-Projekt und die Workshops. Den Artikel findet ihr unter folgendem Link: https://www.dshs-koeln.de/fileadmin/redaktion/Aktuelles/Publikationen_und_Berichte/Publikationen/KURIER/KURIER_04-2021.pdf


Auch das Magazin LIFESTYLE & BARRIEREFREI hat in ihrer Dezemberausgabe über ParaGym berichtet. Neugierig? Dann findet ihr den Link zum Artikel hier (PDF): https://barrierefrei-magazin.de/wp-content/uploads/2021/12/LB_12-2021-web.pdf


Nov.

2021

Unsere Projektflyer (oben zum Download verlinkt) mit dem neuen Namen und in neuem Design sind endlich da. Gerne schicken wir dir die Printversion (ab 30 St.) zur Auslage in Praxen, Querschnittzentren, Kliniken, Sportstätten etc. postalisch zu. Sende dazu eine E-Mail an Janika ([email protected])


Auf Basis des Feedbacks unserer Teilnehmenden und der begleitenden Physiotherapeut:innen aus den Workshops haben wir unseren Übungskatalog überarbeitet und optimiert.


Die ITP wertet in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IAIS die Sensordaten aus


Okt.

2021

Die ersten Übungsvideos wurden gedreht. Du möchtest an den Übungsvideos für die App mitwirken? Dann kontaktiere uns gern unter [email protected] 


In unserem dritten Verbundtreffen haben wir einen ganzen Tag unsere Köpfe zusammengesteckt und gemeinsam den bisherigen Verlauf evaluiert und die nächsten Schritte im Projekt besprochen. Es bleibt spannend!


Die Workshops waren ein voller Erfolg! Elf Teilnehmende aus ganz Deutschland haben an drei verschiedenen Tagen ihren Weg nach Köln gefunden, um die ersten Übungen sowie das Sensor-Gurtsystem zu testen und uns ihr Feedback zu geben. Vielen Dank an alle Teilnehmenden für die Zusammenarbeit und die tollen Ideen und Anregungen sowie an Julian Breuer und Sina Radetz vom Neurologische interdisziplinäre Behandlungszentrum (NiB) und an Dirk Lösel für die fachliche Unterstützung!


Sept.
2021

August

2021

Umbenennung des Projektes in ParaGym: Der interne Projektname FIT-IN3 bleibt als Förderkürzel bestehen; für die Außendarstellung haben wir unserem Herzensprojekt nun den Namen ParaGym gegeben. Die Namensgebung folgt dem Gedanken, dass wir Menschen mit Paraplegie und das Fitnesstraining (symbolisiert durch das Wort "Gym") zusammenbringen möchten.

Juli

2021

Nach der Theorie folgt die Praxis: aufbauend auf unsere Umfrage im Frühjahr 2021 geht es nun in die heiße Phase der Workshop-Vorbereitung. Zu diesem Zweck suchen wir erneut motivierte und interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die in den ParaGym-Workshops erste Übungen und unsere App testen und für weiteres Feedback zur Verfügung stehen. Hierfür laden wir euch herzlich ein, an die Deutsche Sporthochschule Köln zu kommen. Alle weiteren Informationen findet ihr unter folgendem Link: Factsheet ParaGym-Workshop

Über das Anmeldeformular kannst du dich zum Workout eintragen. Bewerbungsschluss ist der 31.08.2021.


Juni

2021

Wir haben nun einen Basis-Übungskatalog für euch entwickelt. Es folgen nun die Übungsbeschreibungen und die Produktion von Übungsvideos sowie der erste Testlauf im Rahmen von Workshops im Herbst! 

Mai

2021

Das zugrunde liegende Gesundheitskonzept steht. Euch erwarten speziell für Querschnittgelähmte konzipierte Daily Workouts, die durch den Algorithmus individuell auf euer Lähmungsmuster, Stärken und Schwächen angepasst werden. Ihr sollt die Möglichkeit erhalten, einzelne Körperpartien, die an dem jeweiligen Tag beispielsweise schmerzhaft sind oder einen hohen Muskeltonus haben, auszuschließen. Zudem ist es unsere Priorität, euer Training so sicher wie möglich zu gestalten. Dazu werden wir euch hinsichtlich möglicher Risiken aufklären. Dies ersetzt jedoch nicht den Rat eurer Ärzt*innen oder Therapeut*innen!

April
2021

Es tut sich etwas in Sachen Sensorshirt! Die Platinen sind nun mit Bewegungs- und Pulssensoren bestückt. Zudem haben wir nun die genaue Platzierung der Sensoren festgelegt. 

März

2021

Die Umfrage ist abgeschlossen. Vielen Dank für die zahlreiche Teilnahme und das positive Feedback.
Hier findet ihr einige Ergebnisse:

► Bei körperlicher Aktivität empfinden die meisten Teilnehmenden ihre eingeschränkte Rumpfkontrolle, Spastik, Schmerzen und Temperaturregulationsstörungen als Herausforderung.

► Ein Transfer vom Boden auf den Rollstuhl gelingt über der Hälfte der Teilnehmenden selbstständig, Hilfe benötigt etwa ein Viertel.

► Mehr als zwei von drei Befragten hat vor Eintritt der Querschnittlähmung Sport getrieben.

► Ein Krafttraining mit freien Gewichten wird bevorzugt

► Zwei Drittel der Befragten haben schon einmal eine Fitness-App genutzt. Von diesen vermissten nahezu 90% eine bessere Zuschneidung auf die körperlichen Fähigkeiten.

► Zu den Top 5 Parametern, die Teilnehmende gerne beim Sport messen können würden gehörten die Strecken-, Kalorien-, Puls- und die Geschwindigkeitsmessung sowie die Ermittlung der Körperzusammensetzung. Ein Feedback zur korrekten Ausführung der Bewegung wünschte sich knapp die Hälfte.

► Das Sensorshirt sollte nach Angabe der meisten Befragten maschinenwaschbar, bequem zu tragen und atmungsaktiv sein.


Januar
2021

Wir starten mit der Anforderungsanalyse. Dafür haben wir einen Online-Fragebogen konzipiert, der gesundheitliche Aspekte, die es zu berücksichtigen gilt, die körperliche Aktivität, Erfahrungen mit sowie gewünschte Funktionen der App und des Sensorshirts umfasst. Die Verteilung erfolgt mit der Unterstützung der DMGP, der deutschen Querschnittzentren sowie dem Schweizer Paraplegiker-Zentrum, dem Deutschen Rollstuhl-Sportverband (DRS), dem Deutschen Behindertensportverband (DBS) sowie dessen Jugendabteilung (DBSJ), einiger deutschen Landesverbände für Parasport, der Fördergemeinschaft der Querschnittgelähmten (FGQ) und Der-Querschnitt.de. Vielen Dank für die großartige Unterstützung!

Nov
2020

Die Art der Datenübermittlung und der Sensoren für das Sensor-Shirt ist nun festgelegt. 

Sept
2020

Wir haben erfolgreich unseren Kick-Off Workshops durchgeführt und freuen uns auf eine tolle Zusammenarbeit! 

Wir stellen uns vor

Interdisziplinäres Projektteam

Kernwerk GmbH

Florian Petri

Geschäftsführung

Projektkoordinator

Oliver Brunsmann
CTO

Björn Müller
Headcoach

Fraunhofer IAIS

Dr. Kilian Nickel

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Datenverarbeitung


Deutsche Sporthochschule Köln – Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin

Prof. Dr. med. Hans-Georg Predel

Institutsleitung

DSHS-Projektleitung


Janika Bolz

Sportwissenschaftlerin, WMA

Trainingseinheiten, Co-Creation, ELSI


Britta Wend

Studentische Hilfskraft

Trainingseinheiten, Co-Creation


ITP GmbH

Luise Böhme

Projektingenieurin – smart textiles, Entwicklung Sensorshirt


Lars Bölecke

Entwicklungsingenieur Elektronik/Software – smart textiles Entwicklung Sensorshirt


Supporter

Unterstützt durch

NiB / Neurologisches interdisziplinäres Behandlungszentrum

https://nibkoeln.de/

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Häufige Fragen (FAQ)

Frage:
Warum werden nur Paraplegiker*innen angesprochen?


Antwort:

Für die initiale App-Entwicklung brauchen wir feste Parameter, mit denen wir arbeiten können. Eine Querschnittlähmung ist sehr komplex und die Restfunktionen sind auch bei gleicher Querschnitthöhe sehr unterschiedlich. Dies stellt uns in der Entwicklung einer Fitness-App, die ein genau zugeschnittenes Training für jede/n einzelne/n Nutzer*in anbieten soll, vor eine große Herausforderung. Deswegen fangen wir „klein“ an und beginnen mit den Aspekten einer Paraplegie, jedoch mit dem Ziel das Angebot nach und nach auch für Tetraplegiker*innen zu erweitern. Wir gehen jedoch davon aus, dass die App schon zu Beginn für viele Rollstuhlfahrende besser nutzbar sein wird, als herkömmliche Fitness-Apps.

Frage:
Wann soll die ParaGym-App auf den Markt kommen?


Antwort:

Bis zum Ende der Projektlaufzeit (Februar 2023) soll ein erster Demonstrator stehen. Die weiteren Pläne für eine Markteinführung liegen noch nicht vor. Wir halten euch auf dem Laufenden!

Frage:

Wie können mit der App individuelle Trainingsziele verfolgt werden?


Antwort:

Das Trainingsziel ist insofern vorgegeben, als dass eine universelle Fitness angestrebt wird. Hierfür wird das Training durch die KI auf die persönlichen Stärken und Schwächen angepasst. Darüber hinaus werden die Workouts so konzipiert, dass die Hauptbeanspruchungsformen Kraft, Ausdauer, Koordination, Beweglichkeit und Schnelligkeit abgedeckt werden.


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